23.11.2011

Review Braunschweiger Barcamp 2011


Am 19. und 20.11.2011 fand das Braunschweiger Barcamp 2011 statt. Im Haus der Wissenschaft tummelten sich 100 und mehr Gäste dieser Unkonferenz. Die Teilnehmer trafen sich zum Austausch von Wissen und Gedanken zu den verschiedensten Themen. Ein Schwerpunkt lag für mich dieses Jahr beim Thema "Startup".


Dieses Jahr habe ich das Barcamp nicht als Teilnehmer besucht sondern aus der Brille des Mitorganisators betrachtet. Ich bin schlicht weg begeistert und beeindruckt, dass sechs lose verbundene Braunschweiger in der Lage sind eine dreitägige Veranstaltung (inkl. Warmup-Party) auf die Beine zu stellen, welche für alle Teilnehmer komplett kostenlos ist. Die Getränke der Warmup-Party, das Mittagessen an beiden Tagen sowie alle Getränke des Barcamps waren kostenlos. Dieses wäre natürlich nicht möglich ohne die zahlreichen Sponsoren.

Doch was kann ein Barcamp Sponsoren bieten?
Sicherlich kommt es auf das Geschäftsfeld des Sponsors an, aber eines gilt  für alle: Eine öffentliche Bekundung des Engagements für den freien Austausch von Wissen und Erfahrungen wirkt sich positiv im Rahmen eines Corporate Citizenship (CC) der Unternehmung aus. Das Unternehmen kann hierbei seine Selbstdarstellung verbessern und in der Unternehmenskommunikation (innen wie außen) entsprechend profitieren. Darüber hinaus bieten sich natürlich einige ganz offensichtliche Vorteile:

  • Recruiting
  • Produktwerbung
  • Produkt Feedback

Ich musste feststellen, dass durch die Orga-Tätigkeiten nur wenig Zeit blieb sich mehrere Sessions anzugucken. Erst am zweiten Tag war genug Luft dem Grund der Veranstaltung auch mal selbst nach zu gehen. Was von den Tagen übrig blieb:

  • Es gibt auch Spiele für Erwachsene (Dank an @ktsstern & @vielseiter)
  • Ich nutzte jetzt Adobe Lightroom (Dank an @mbiebusch und @keasone)
  • Meine nächsten Reisen bestreite ich mit flinc (Dank an @flic und @beniki)
  • Auch ich kann Kurzfilme und Clips drehen - mit einer Schnur (Dank an Immo)
  • Android setzt sich durch - auch bei den Barcamp Besuchern
  • Das nächste Barcamp muss nachhaltiger gestaltet werden
  • Ich freue mich jetzt schon auf das Barcamp 2012

Was mich sehr gefreut hat, dass es kurz nach dem Ende des diesjährigen Braunschweiger Barcamps wieder viel Feedback der Teilnehmer gab. Eine stetig aktuelle Liste an Berichten findet Ihr im Wiki des Barcamps. Hier mal eine Auflistung der mit bekannten Berichterstattungen.


Nicht zu vergessen sind natürlich die Zahlreichen Fotos die von den Teilnehmern und den Orga-Teammitgliedern gemacht worden sind. Ihr findet diese auf Flickr unter diesem Link oder wenn Ihr nach dem Tag barBS2011 sucht.

Mich würde es sehr freuen Euch und viele neue Teilnehmer beim Braunschweiger Barcamp 2012 wieder zu sehen - oder gleich beim nächsten Braunschweiger Webmontag :-)



Bilder des Braunschweiger Barcamp 2011

Braunschweiger Barcamp 2011  - 0008.jpgBraunschweiger Barcamp 2011  - 0001.jpgBraunschweiger Barcamp 2011  - 0003.jpgBraunschweiger Barcamp 2011  - 0004.jpgBraunschweiger Barcamp 2011  - 0006.jpgBraunschweiger Barcamp 2011  - 0007.jpg
Braunschweiger Barcamp 2011  - 0013.jpgBraunschweiger Barcamp 2011  - 0014.jpgBraunschweiger Barcamp 2011  - 0016.jpgBraunschweiger Barcamp 2011  - 0018.jpgBraunschweiger Barcamp 2011  - 0020.jpgBraunschweiger Barcamp 2011  - 0022.jpg
Braunschweiger Barcamp 2011  - 0024.jpgBraunschweiger Barcamp 2011  - 0026.jpgBraunschweiger Barcamp 2011  - 0027.jpgBraunschweiger Barcamp 2011  - 0029.jpgBraunschweiger Barcamp 2011  - 0031.jpgBraunschweiger Barcamp 2011  - 0034.jpg
Braunschweiger Barcamp 2011  - 0037.jpgBraunschweiger Barcamp 2011  - 0048.jpgBraunschweiger Barcamp 2011  - 0049.jpgBraunschweiger Barcamp 2011  - 0056.jpgBraunschweiger Barcamp 2011  - 0058.jpgBraunschweiger Barcamp 2011  - 0062.jpg
Braunschweig Barcamp 2011, ein Album auf Flickr.

Eindrücke des Braunschweiger Barcamp 2011 vom 19.-20.11.2011 im Haus der Wissenschaft

20.09.2011

Kindle und Read Later

Wer kennt es nicht. Da surft man durch seinen Newsfeed oder folgt diversen Linkempfehlungen von Freunden, hat aber nicht immer die Zeit sich diese Artikel sofort durch zu lesen.

Was nun? Bookmarks? Linkliste? ToDo-Liste? Alles irgendwie unpraktisch und kompliziert.
Hier kommt verschiedene webbasierte Read Later Services ins Spiel.

Als Kindle Besitzer wünsche ich mir jedoch auch die Möglichkeit diese spannenden Artikel zum Beispiel auf dem Weg zu Arbeit, in der Bahn, im Café oder im Bett zu lesen. Da muss eine Lösung müssen Lösungen her:

Read It Later


Dieser kostenlose Dienst bietet die Möglichkeit, sich Webseiten bzw. Inhalte mit einem Mausklick zu merken und diese für ein späteres Lesevergnügen online oder offline zur Verfügung zu stellen (inkl. Bilder).
Read it Later bietet seine Dienste für diverse Browser und SmartPhones an. Einige davon, zum Beispiel für Chrome, "nur" als Bookmarklet. Das trübt etwas das Vergnüngen. Dieses haben sich auch andere gedacht und ein paar Chrome Erweiterungen entwickelt (z.B. Read Later Fast oder Orbvious Interest).
Ansonsten gibt es unzählige Apps von diversen Entwicklern, welche den eigenen Read It Later Account füttern.




Wie rufe ich jetzt via Kindle mein Reat It Later Liste ab?
Eine Möglichkeit ist es, seine gesammelten Read It Later Webseiten über calibre abzurufen. Diese Software habe ich in einem anderen Artikel bereits kurz erläutert.
Für calibre ist die eigene Read It Later Liste nichts anderes als ein weiterer zu abonierender Feed. In der calibre Konfiguration muss man sich lediglich mit seinen Read It Later Anmeldedaten authentifizieren und sobald der Kindle an das Notebook/PC mit laufender calibre Software angeschlossen wird, wird die noch zu lesende Linkliste auf das Kindle herunter geladen.
Da wären wir schon bei dem Problem wie ich finde. Ich muss mein Kindle erst an die IT anschließen und auch noch die Software starte. So nicht mein liebes Kindle. Wozu hast Du WLAN oder 3G??? Wer es dennoch nutzen möchte nur zu. Read It Later bieter hier eine kleine Anleitung für die Konfiguration.
Eine Alternative zum Umweg über calibre wäre hier nur noch der Aufruf der Read It Later Webseite http://readitlaterlist.com/unread/.

Instapaper


Instapaper. Dieses ist ein ganz eigener "Read Later"-Service welcher unabhängig von Read It Later agiert. Die Idee ist die gleiche.


Auch Instapaper bietet für z.B. Chrome Erweiterungen (z.B. Instachrome oder Chromapaper) an, mit denen man via Mausklick die aktuelle Webseite zu seiner Liste noch zu lesender Inhalte hinzufügen kann. Alternativ bietet sich hier auch ein Bookmarklet an. Einzig für iOS Geräte wird ein entsprechendes App für die mobile Nutzung angeboten.
Nach einer Anmeldung bei Instapaer brauch man nur noch seinen Amazon Kindle Account konfigurieren und es kann los gehen. Unter Account > Manage my Kindle settings lässt sich konfigurieren, wie oft Deine Liste an Dein Kindle gesendet wird. Derzeit max. 1x am Tag. Das ist jetzt kein Echtzeit-Upload zum Kindle aber es sollte reichen. Selbst wenn man Instapaper Subscriber wird (1$/Monat) ändert sich daran leider nichts.
Dennoch gibt es hier eine ähnlich  Alternative wie bei Read It Later: Man kann mit dem Kindle auf die http://www.instapaper.com Webseite surfen und mit einem Klick auf das Kindle Symbol (zu finden ganz rechts unter DOWNLOAD) wird die eigene Instantpaper-Liste als .mobi Datei auf das Kindle geladen und auf dem Homescreen angezeigt (inkl. Bilder der Webseite).
Eine gute Idee ist die Option, die noch zu lesenden Webseiten in Ordner abzulegen. Diese lassen sich frei wählbar anlegen und erleichtern so die Organisation bzw. die Übersicht.

Mein Fazit

Reat It Later
+ Absolut kostenlos
+ Keine native Kindle Unterstützung
+ Viele native Client Versionen für Smartphones und Browser
+ Viele 3rd Party Apps um mit seiner Liste zu Arbeiten
- Kein automatischer Upload auf das Kindle möglich
- "Umweg" über calibre zum Lesen der Read It Later Liste notwendig

Instapaper
+ Kostenlos (Subscriber Version ohne identifizierbaren Mehrwert)
+ Automatischer Upload der Instapaper-Liste
+ Manueller Download möglich
+ Ordner zum Ablegen der Links sind anlegbar
- Keine native Unterstützung von Smartphones außer iOS
- Kaum 3rd Party Apps (fast nur Browser Erweiterungen)

Die Qual der Wahl

Das der Artikel "Kindle und Read Later" heißt fällt meine Wahl auf Instapaper.
Instapaper wurde mehr oder weniger für Kindle gemacht. Dieses ist wohl auch der Grund, warum es einen täglichen Upload der eigenen Liste zum Kindle gibt. Wenn der Schwerpunkt der Selbstorganisation tatsächlich bei einer Read Later Funktion + Kindle liegt ist Instapaper somit für mich die Richtige Wahl.

Read It Later wäre meine Wahl, wenn ich nicht unbedingt auf meinem Kindle meine "Noch zu lesen - Liste" abarbeiten möchte bzw. ich gar kein Kindle besitze. Grandios ist bei Read It Later die Unterstützung unzähliger Apps und Erweiterungen.

Falls Ihr noch Alternativen kennt oder Ergänzungen habt freue ich mich über entsprechende Kommentare.

16.08.2011

Google+ beim 3. Braunschweiger Webmontag


Am 15.08.2011 fand der 3. Braunschweiger Webmontag im Hause LINEAS statt.

Vor 45 Gästen und 16 Livestream-Teilnehmern gab es vier spannende Beiträge:
  • Licht und Bühnentechnik (Christian Dieckhoff)
  • Coding Kata in Scala (Jens Schauder)
  • Windows Phone 7 Mango (Live Demo) (Marc Biebusch)
  • Eine kleine Einführung in Google+ (von mir)
Mein Anliegen war es mit meinem Vortrag einen kleinen Überblick zu Google+ zu geben (ein paar Zahlen, Fakten und Spekulationen) sowie im Anschluss eine Diskussion zu den Themen Nutzen, Datenschutz und die Zukunft von Google+ anzuregen.

Die Prezi-Präsentation könnt Ihr hier nochmals durchklicken:


Sobald Christian das Video zu meiner Session hoch geladen hat werde ich es hier noch mal verlinken.

Reminder: Am 31.10.2011 findet der 4. Braunschweiger Webmontag statt. Wir würden uns über Euren Besuch und Eure Beiträge freuen.

01.07.2011

RSS Feeds auf dem Kindle lesen


Nach meinem ersten Artikel zum Amazon Kindle möchte ich von meinen Erfahrungen berichten, wie sich Newsfeeds (RSS) und einzelne Webseiten auf das Kindle senden lassen.

Derzeit favorisiere ich zwei Lösungen zur Übermittlung von Feeds auf das Kindle. Die Software calibre und den Webdienst kindlefeeder.com vorstellen.

calibre 

calibre ist ein Programm welches die eigenen E-Books verwaltet und mit dem Kindle (oder anderen E-Book-Readern) synchronisieren kann. Es lassen sich Bibliotheken anlegen, man kann seine Bücher zwischen gängigen Formaten konvertiert und erstellt eigene E-Books aus z.B. Webseiten oder RSS-Feeds (+ ganz viel mehr). Die Software läuft unter Windows, Linux, OSX sowie als portable Version vom USB-Stick.
An dieser Stelle zentriert sich mein Blick auf die Funktion, sich RSS-Feeds auf das Kindle synchronisieren zu lassen. Dieses ist recht einfach und schnell konfiguriert. Derzeit kann man auf 63 vorkonfigurierte, deutschsprachige RSS-Feeds zurückgreifen. Jedoch lassen sich natürlich auch weitere individuelle Feeds frei konfigurieren und abrufen. Dieses geschieht über eine Eingabemaske für die URL des gewünschten Feeds oder lässt sich hoch komplex über sogenannte "User Recipes" mit Hilfe eines Python Scripts konfigurieren. Diese Skripte sind in der Lage z.B. ausschließlich die Druckversionen einer Webseite zu übertrage oder die Footer von RSS-Feeds vorher auszuschneiden. Somit kann man sich seinen eigenen Feed/Webseite optimiert an das Kindle senden lassen (via Kindle Emailadresse). Eine ausführliche Anleitung zu den User Recipes findet Ihr hier.
Durch die sehr individuellen Konfigurationsmöglichkeiten lässt unter anderem auch der eigene Instapaper 
Account abfragen. Zu diesem Dienst und weiteren ReadItLater-Diensten gehe ich aber in meinem nächsten Blogartikel ein.
Jetzt eine Einschränkung, welche calibre für mich nicht wirklich zur ersten Wahl werden lässt. Für die Synchronisation muss die Software im Hintergrund laufen. Eigentlich logisch. Aber was ist, wenn ich auf Reisen bin? Nichts...dann gibt es keine Feeds :-)

calibre: Konfiguration der Feeds
calibre: Heise Feed

calibre: Inhaltsverzeichnis des Heise Feeds




kindlefeeder.com
kindlefeeder.com ist ein Webdienst, welche RSS-Feeds (und auch Webseiten) aggregiert und an das Kindle senden (via Kindle Emailadresse). Auch bei kindlefeeder.com lassen sich bereits vorkonfigurierte Feeds abonnieren oder eigene Webseiten und RSS-Feeds können individuell abonniert werden.
Der Dienst ist in der Basis Version kostenlos. Wer sich jedoch mehr als 12 Feeds und 3 Webseiten (via Bookmarklet) an sein Kindle senden lassen möchte, muss hierfür 19,95$ für ein Jahr zahlen (PayPal). Mit dem Premium Account lassen sich die Feeds nicht nur, wie in der Basis Version auf Knopfdruck übermitteln, sondern auch zeitgesteuert (max. 2mal am Tag).
Ein Nachteil des kindlefeeder.com ist, dass keine Bilder in den RSS-Feeds eingebettet mit übertragen werden. Auch nicht in der Premium Version.

kindlefeeder.com: Aggregierter Tages-Feed 


kindlefeeder.com: Inhaltsübersicht des Tages-Feeds

Fazit

calibre ist ein sehr mächtiges Programm mit schier unendlichen Möglichkeiten sich seinen persönlichen „Output“ zu konfigurieren. Wer diese Komplexität nicht braucht kann auch mit sehr einfachen Schritten seine RSS-Feeds abonnieren und an das Kindle senden. Sehr schön ist dann auch der aufbereitete Feed auf dem Kindle selbst. Über "View Sections & Articles" lässt sich hier ein Inhaltsverzeichnis zum bequemen Durchlesen der Blogartikel aufrufen. Fehlende Bilder und die Notwendigkeit, dass calibre zumindest zu den geplanten Zeiten im Hintergrund laufen muss vermiesen einem ein wenig den sonst positiven Eindruck.

kindlefeeder.com besticht durch seine grundsätzliche Funktionalität, die für das Kindle aufbereitete Feeds, automatisiert zu versenden – ganz ohne Desktopsoftware. Das Ergebnis auf dem Kindle ist solide – heißt, dass die Formatierung OK, aber nicht perfekt ist. Zum Beispiel werden Absätze, welche zur besseren Lesbarkeit beitragen, gelöscht. Überschriften, Unterüberschriften und der eigentliche Inhalt lassen sich so nur durch die Textformatierung (groß, fett, unterstrichen) unterscheiden. Das kann calibre besser.
Interessant auch, dass calibre jeden Feeds einzeln als Objekt auf dem Kindle abspeichert und nach Übertragung eines Updates des Feeds den alten Feed in die Kategorie „Periodicals: Back Issues“ ablegt. Nicht so kindlefeeder.com, er aggregiert alle Feeds zu einem Objekt und alte Feeds werden nicht verschoben.

calibre:

+ Darstellung/Formatierung
+ Inhaltsverzeichnis/Überblick des Feeds
+ kostenlos und Open Source
- Fat Client der laufen muss

Kindlefeeder:

+ Webdienst und somit clientunabhängig
+ Kostenlose Basisversion
- Premiumdienst für 19,95$

Ich werde mich so entscheiden:
Für den alltäglichen Gebrauch werde ich calibre nutzen. Hier bietet sich eine Installation in der Dropbox oder auf dem USB-Stick an, um calibre auch mal während der Arbeit zu starten.
Wenn ich auf Reisen gehen werde ich kindlefeeder.com aktivieren und mir so clientunabhängig die Feeds aggregieren und senden lassen.

Lest Ihr Feeds auf dem Kindle? Nutzt Ihr andere Tools oder Webdienste?
Über Feedback und Alternativen würde ich mich freuen :-)