03.10.2012

Die Angst in der Wand

"...worauf habe ich mich da eingelassen?"
War das einzige, was mir hängend, in 7 m Höhe in der Hallendecke durch den Kopf ging.


Rückblick (Sommer 2012):
Ein gemütliches Abendessen bei Freunden im Schwarzwald.
"Oh wow, Ihr klettert?! Klasse, dass will ich auch mal probieren!"
So sprach ich und so kam es. Am nächsten Morgen ging es mit dem Auto auf den Blauen und an meinen ersten Felsen. Dank unserer beiden klettererfahrenen Begleiter konnte ich recht schnell und auch recht zügig den Aufstieg zu meinem ersten (mini)Gipfel wagen. Alles natürlich erst einmal im Toprope.

"Ich will mehr, ich glaub ich mach einen DAV Kletter-Kurs!"
So sprach ich und so kam es.


September 2012:
Vor einigen Wochen absolvierte ich meinen ersten DAV Kletter-Kurs beim der Sektion Celle in der Halle der CD-Kaserne. Toprope Klettern war tatsächlich relativ einfach und an einem Samstag gut erlernbar. Alles fühlte sich gut und sicher an, man hing ja immer direkt in der Sicherung.

Ich wollte jedoch etwas mehr. Den Vorstieg.
"Das macht ja richtig Spaß! Klasse, ich will mehr - ich mach noch den Vorstiegskurs!"
So sprach ich und so kam es.


September/Oktober 2012:
Seid zwei Wochen absolviere ich einen DAV Vorstiegs-Kurs über vier Abende, wieder beim DAV Celle.
Das erste Training verlief noch recht lustig. Der Anspruch lag hierbei eher bei der Sicherungstechnik und Einhängetechnik der Zwischensicherungen. Das zweite Training ist der Grund, warum ich diesen Blogeintrag schreibe. An diesem Abend ging es um das Vorstiegs-Klettern bis zum Umlenker. Tatsächlich habe ich es nicht geschafft. Neben der physischen Anstrengung kam zum ersten mal die psychische hinzu. Der Druck, mit einer recht feuchten rechten Hand sein Gewicht in Deckenhöhe zu halten, während die Linke nach dem Seil greift, versucht dieses in Kopfhöhe hoch zu ziehen und es durch die beiden Umlenker zu klinken war zu viele. Ich habe es schlicht weg nicht geschafft. Klingt irgendwie nicht schlimm aber es hat mich schwer beeindruckt. So schwer, dass ich für die letzten 30 Minuten nicht mehr da hoch konnte und ehrlich gesagt auch nicht mehr da hoch wollte. Meine Hände zitterten vor Kraftverlust (und/oder Angst?).


Scheitern, so musste ich lernen, gehört zum Klettern.
Auf dem Weg nach Hause war ich einfach nur beeindruckt von meiner Situation unter der Hallendecke und meiner "Erfahrung". Ich fragte mich, warum ich das überhaupt mache. Ich hätte ebenso gut zu Hause sitzen können und etwas Erfreulicheres tun können.
Dieses Gefühl hielt ca. 2 Stunden an. Als ich dann im Bett lag packte mich der Ehrgeiz und der Wunsch es schnellst möglich noch mal zu probieren.
Wieder war ich beeindruckt. Eben wollte ich doch gar nicht mehr, warum jetzt der Wunsch einer Revenge mit meinem Geist und meinem Körper?

Welche Erkenntnis mir also noch viel wichtiger erschien als das "normale" Scheitern, war die Tatsache, dass ich dieses Scheitern nicht akzeptieren wollte.
Ehrgeiz und der Wunsch nach Überwindung des inneren Schweinehundes, der eigenen Kräfte, der scheinbaren Grenzen oder schlichtweg der Angst ist Ansporn genug sich diesen Situationen immer wieder zu stellen.

Ich glaub ich bin mit dem Klettervirus infiziert.

Der nächste Trainingstermin steht. Ich bin dabei.

15.07.2012

Das Harvard-Konzept ...ganz kurz

Wochenende. Zeit, sich die vergangene Woche in der Retrospektive zu betrachten. Neben vielen grandiosen Nachrichten war ein Ereignis für mich persönlich recht spannend.

Im Rahmen meiner nebenberuflichen Lehrtätigkeit und Coachings konnte ich mit einem Freund zusammen einen Vortrag zum Thema "Das Harvard-Konzept" halten. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Grad.Life Graduiertenschule an der Fakultät für Lebenswissenschaften für Doktorandinnen und Doktorande der TU-Braunschweig statt.

Spannend war dieser Vortrag bezogen auf seine Vorbereitung. Die Herausforderung bestand darin, den bereits erarbeiteten Lehrinhalt so zu reduzieren, dass wir innerhalb von 90 Minuten das notwendige Wissen vermitteln und das Auditorium für die Inhalte zu begeistern (am späten Nachmittag und bei Temperaturen im Bio-Saunen Bereich).

Der Vortrag unterteilte sich in drei Bereiche:
  1. Die Hinleitung vom Sozialem Konflikt zum Thema Verhandlung
  2. Die Methode "Harvard-Konzept" 
  3. Tipps & Tricks - Werkzeuge für die Verhandlung (z.B. das Verhandlungs-Judo)
Das Harvard-Konzept bzw. die Harvard-Methode (von Roger Fisher und William Ury) basiert auf dem Ziel der sachbezogenen Verhandlung und setzt sich aus vier Bausteinen zusammen:
  1. Menschen und Probleme getrennt von einander behandeln.
  2. Nicht Positionen, sondern Interessen in den Mittelpunkt stellen.
  3. Vor der Entscheidung verschiedene Wahlmöglichkeiten entwickeln.
  4. Das Ergebnis auf objektive Entscheidungsprinzipien aufbauen.
Das Harvard-Konzepts findet Anwendung in allen erdenklichen Verhandlungsbereichen wie in der Wirtschaft, im Beruf als auch im Privaten. In meiner Tätigkeit als Mediator dient sie mir aktiv zur Vermittlung von Konfliktparteien. Das Harvard-Konzept ist hierbei jedoch nur eines von vielen Werkzeugen um Konflikte zu mediieren.

Bei Interesse zu dem Thema Konflikt und menschlichen Kommunikation empfehle ich einen aktuellen Linktipp von Dr. Stephan List welchen er in seinem ToolBlog veröffentlichte: Ein Lernprogramm zur Kommunikation.

Die Universität Oldenburg hat hier das kostenloses online Mulitmedialernprogramm "Kommunikation" zur Verfügung gestellt. Es werden hier in 4 Teilen und und insgesamt 64 Kapiteln ein Kommunikations- und Konflikttraining im Rahmn der Lehreraus- und weiterbildung angeboten. Das Programm ist natürlich für alle Interessierten ebenso geeignet (siehe Einführung).

Zum Schluss noch ein Buchtipp und zwar das Standardwerk zum Harvard-Konzept:

Roger Fisher, William Ury, Bruce Patton: Das Harvard-Konzept. Campus Verlag (Frankfurt) 2009

Erfolgreiches Verhandeln!

19.05.2012

Kaffeegenuss ohne Schlechtes Gewissen? Nespresso vs. Ethical Coffee Company Kapseln

Seit einigen Jahren bin ich Nespresso Trinker.

Der Kaffee ist dank der kleinen Kapseln schnell zubereitet und schmeckt wunderbar. Es gibt verschiedene Sorten und man kann sich am Abend noch einen wunderbaren koffeinfreien Cappuccino brühen. Meine DeLonghi Lattissima war somit eine gute Anlage.

Jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen.

Eine Kollegin macht mich auf einen Artikel im Focus Online aufmerksam:
"80 Euro pro Kilo – weniger Kaffee für mehr Geld". Hier wird berechtigter Weise nicht nur der hohe Kilo-Kaffeepreis bemängelt, was schon schlimm genug ist, nein, es wird an mein Empfindlichstes appelliert, mein ökologisches Gewissen. Was ich eigentlich schon immer wusste aber bisher erfolgreich verdrängt habe wurde mir jetzt auf einem silbernen Teller präsentiert. Die Alukapseln des Anbieters Nespresso sind eine ökologische Katastrophe. Da helfen auch keine statistischen Recyclingzahlen, welche mich als Käufer blenden/beruhigen sollen.
"In der Schweiz existiert ein Rückgabesystem für die Kapseln, die Rückgabequote lag 2010 knapp über 60 Prozent. In Deutschland ist die Quote nicht so einfach zu erfassen, denn Aluminium wird über das Duale System entsorgt. Nach Angaben des Unternehmens liegt die Rücklaufquote für Aluminium aus Verpackungsmaterial bei annähernd 90 Prozent." (Quelle: Focus.de)
Der Artikel nennt aber auch eine Alternative. Die Ethical Coffee Company kurz ECC. Der Firmengründer und ehemaliger Nespresso Chef wirbt mit Kapseln aus rein pflanzlichen Rohstoffen, welche vollständig biologisch abbaubar sind. Hinzu kommt, dass die Kapseln ca. 30% günstiger als die Originalen sind.
Klasse! Das wäre dann ja wohl die Lösung dachte ich mir. Ich darf meine Maschine behalten und kann mein ökologisches Gewissen beruhigen.

Trotz angeborenen Optimismus wollte ich aber noch mehr wissen. Eine (sehr) kurze Netzrecherche brauchte mich zum Blog von Hubert Mayer. Hubert konnte ich auf der re:publica 2012 beim SchnitzelB (fragt nicht!) kennen lernen. Im Oktober 2011 testete er die ECC Kapseln und bloggte hierüber. Das war schon mal wunderbar. Mich verwunderte allerdings der schier unendliche Kommentarthread, welchen ich Euch hiermit ans Herz legen möchte.
Spannend hierbei ist, dass sich wirklich viele Leser von Huberts Blog mit Ihrer Meinung verewigen (positiv als auch negative Erfahrungsberichte) und dass sich sogar die Firma ECC aus der Schweiz inkl. Gründer Jean-Paul Gaillard zu Wort melden. Es werden Tipps gegeben, Geschmäcker ausgetauscht und es liest sich fast wie ein ECC eigenes Support-Blog.
Ganz nah am Konsumenten und offen für Kritik, nicht müde die immer gleichen Fragen und Kritiken ruhig und sachlich zu beantworten. Dieses ist aus meiner Sicht ein gelungenes Social Media Marketing.

Links die original Nespresso Kapsel,
rechts die biologisch abbaubare ECC Kapsel

Fazit:
Freitag werde ich in den REWE gehen und mir ein paar Packungen der Ethical Coffee Company Kapseln kaufen und diese Testen. Falls ich enttäuscht sein werde hole ich mir Rat bei ECC. Wenn ich hier nicht weiter komme werde ich meine Nespresso Maschine einmotten und mir eine kapsellose Alternative überlegen. BIO Espressobohnen zum Beispiel. Wir werden sehen.

Falls Ihr Euch weiter über die Ethical Coffee Company informieren wollt, hier die Links:

Ethical Coffee Company
Webseite http://www.ethicalcoffeecompany.com/de
Facebook https://www.facebook.com/EthicalCoffeeCompany
Twitter https://twitter.com/Ethical_Coffee

Über Kommentare oder eigene Erfahrungsberichte freue ich mich.

23.11.2011

Review Braunschweiger Barcamp 2011


Am 19. und 20.11.2011 fand das Braunschweiger Barcamp 2011 statt. Im Haus der Wissenschaft tummelten sich 100 und mehr Gäste dieser Unkonferenz. Die Teilnehmer trafen sich zum Austausch von Wissen und Gedanken zu den verschiedensten Themen. Ein Schwerpunkt lag für mich dieses Jahr beim Thema "Startup".


Dieses Jahr habe ich das Barcamp nicht als Teilnehmer besucht sondern aus der Brille des Mitorganisators betrachtet. Ich bin schlicht weg begeistert und beeindruckt, dass sechs lose verbundene Braunschweiger in der Lage sind eine dreitägige Veranstaltung (inkl. Warmup-Party) auf die Beine zu stellen, welche für alle Teilnehmer komplett kostenlos ist. Die Getränke der Warmup-Party, das Mittagessen an beiden Tagen sowie alle Getränke des Barcamps waren kostenlos. Dieses wäre natürlich nicht möglich ohne die zahlreichen Sponsoren.

Doch was kann ein Barcamp Sponsoren bieten?
Sicherlich kommt es auf das Geschäftsfeld des Sponsors an, aber eines gilt  für alle: Eine öffentliche Bekundung des Engagements für den freien Austausch von Wissen und Erfahrungen wirkt sich positiv im Rahmen eines Corporate Citizenship (CC) der Unternehmung aus. Das Unternehmen kann hierbei seine Selbstdarstellung verbessern und in der Unternehmenskommunikation (innen wie außen) entsprechend profitieren. Darüber hinaus bieten sich natürlich einige ganz offensichtliche Vorteile:

  • Recruiting
  • Produktwerbung
  • Produkt Feedback

Ich musste feststellen, dass durch die Orga-Tätigkeiten nur wenig Zeit blieb sich mehrere Sessions anzugucken. Erst am zweiten Tag war genug Luft dem Grund der Veranstaltung auch mal selbst nach zu gehen. Was von den Tagen übrig blieb:

  • Es gibt auch Spiele für Erwachsene (Dank an @ktsstern & @vielseiter)
  • Ich nutzte jetzt Adobe Lightroom (Dank an @mbiebusch und @keasone)
  • Meine nächsten Reisen bestreite ich mit flinc (Dank an @flic und @beniki)
  • Auch ich kann Kurzfilme und Clips drehen - mit einer Schnur (Dank an Immo)
  • Android setzt sich durch - auch bei den Barcamp Besuchern
  • Das nächste Barcamp muss nachhaltiger gestaltet werden
  • Ich freue mich jetzt schon auf das Barcamp 2012

Was mich sehr gefreut hat, dass es kurz nach dem Ende des diesjährigen Braunschweiger Barcamps wieder viel Feedback der Teilnehmer gab. Eine stetig aktuelle Liste an Berichten findet Ihr im Wiki des Barcamps. Hier mal eine Auflistung der mit bekannten Berichterstattungen.


Nicht zu vergessen sind natürlich die Zahlreichen Fotos die von den Teilnehmern und den Orga-Teammitgliedern gemacht worden sind. Ihr findet diese auf Flickr unter diesem Link oder wenn Ihr nach dem Tag barBS2011 sucht.

Mich würde es sehr freuen Euch und viele neue Teilnehmer beim Braunschweiger Barcamp 2012 wieder zu sehen - oder gleich beim nächsten Braunschweiger Webmontag :-)



Bilder des Braunschweiger Barcamp 2011

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Braunschweig Barcamp 2011, ein Album auf Flickr.

Eindrücke des Braunschweiger Barcamp 2011 vom 19.-20.11.2011 im Haus der Wissenschaft

20.09.2011

Kindle und Read Later

Wer kennt es nicht. Da surft man durch seinen Newsfeed oder folgt diversen Linkempfehlungen von Freunden, hat aber nicht immer die Zeit sich diese Artikel sofort durch zu lesen.

Was nun? Bookmarks? Linkliste? ToDo-Liste? Alles irgendwie unpraktisch und kompliziert.
Hier kommt verschiedene webbasierte Read Later Services ins Spiel.

Als Kindle Besitzer wünsche ich mir jedoch auch die Möglichkeit diese spannenden Artikel zum Beispiel auf dem Weg zu Arbeit, in der Bahn, im Café oder im Bett zu lesen. Da muss eine Lösung müssen Lösungen her:

Read It Later


Dieser kostenlose Dienst bietet die Möglichkeit, sich Webseiten bzw. Inhalte mit einem Mausklick zu merken und diese für ein späteres Lesevergnügen online oder offline zur Verfügung zu stellen (inkl. Bilder).
Read it Later bietet seine Dienste für diverse Browser und SmartPhones an. Einige davon, zum Beispiel für Chrome, "nur" als Bookmarklet. Das trübt etwas das Vergnüngen. Dieses haben sich auch andere gedacht und ein paar Chrome Erweiterungen entwickelt (z.B. Read Later Fast oder Orbvious Interest).
Ansonsten gibt es unzählige Apps von diversen Entwicklern, welche den eigenen Read It Later Account füttern.




Wie rufe ich jetzt via Kindle mein Reat It Later Liste ab?
Eine Möglichkeit ist es, seine gesammelten Read It Later Webseiten über calibre abzurufen. Diese Software habe ich in einem anderen Artikel bereits kurz erläutert.
Für calibre ist die eigene Read It Later Liste nichts anderes als ein weiterer zu abonierender Feed. In der calibre Konfiguration muss man sich lediglich mit seinen Read It Later Anmeldedaten authentifizieren und sobald der Kindle an das Notebook/PC mit laufender calibre Software angeschlossen wird, wird die noch zu lesende Linkliste auf das Kindle herunter geladen.
Da wären wir schon bei dem Problem wie ich finde. Ich muss mein Kindle erst an die IT anschließen und auch noch die Software starte. So nicht mein liebes Kindle. Wozu hast Du WLAN oder 3G??? Wer es dennoch nutzen möchte nur zu. Read It Later bieter hier eine kleine Anleitung für die Konfiguration.
Eine Alternative zum Umweg über calibre wäre hier nur noch der Aufruf der Read It Later Webseite http://readitlaterlist.com/unread/.

Instapaper


Instapaper. Dieses ist ein ganz eigener "Read Later"-Service welcher unabhängig von Read It Later agiert. Die Idee ist die gleiche.


Auch Instapaper bietet für z.B. Chrome Erweiterungen (z.B. Instachrome oder Chromapaper) an, mit denen man via Mausklick die aktuelle Webseite zu seiner Liste noch zu lesender Inhalte hinzufügen kann. Alternativ bietet sich hier auch ein Bookmarklet an. Einzig für iOS Geräte wird ein entsprechendes App für die mobile Nutzung angeboten.
Nach einer Anmeldung bei Instapaer brauch man nur noch seinen Amazon Kindle Account konfigurieren und es kann los gehen. Unter Account > Manage my Kindle settings lässt sich konfigurieren, wie oft Deine Liste an Dein Kindle gesendet wird. Derzeit max. 1x am Tag. Das ist jetzt kein Echtzeit-Upload zum Kindle aber es sollte reichen. Selbst wenn man Instapaper Subscriber wird (1$/Monat) ändert sich daran leider nichts.
Dennoch gibt es hier eine ähnlich  Alternative wie bei Read It Later: Man kann mit dem Kindle auf die http://www.instapaper.com Webseite surfen und mit einem Klick auf das Kindle Symbol (zu finden ganz rechts unter DOWNLOAD) wird die eigene Instantpaper-Liste als .mobi Datei auf das Kindle geladen und auf dem Homescreen angezeigt (inkl. Bilder der Webseite).
Eine gute Idee ist die Option, die noch zu lesenden Webseiten in Ordner abzulegen. Diese lassen sich frei wählbar anlegen und erleichtern so die Organisation bzw. die Übersicht.

Mein Fazit

Reat It Later
+ Absolut kostenlos
+ Keine native Kindle Unterstützung
+ Viele native Client Versionen für Smartphones und Browser
+ Viele 3rd Party Apps um mit seiner Liste zu Arbeiten
- Kein automatischer Upload auf das Kindle möglich
- "Umweg" über calibre zum Lesen der Read It Later Liste notwendig

Instapaper
+ Kostenlos (Subscriber Version ohne identifizierbaren Mehrwert)
+ Automatischer Upload der Instapaper-Liste
+ Manueller Download möglich
+ Ordner zum Ablegen der Links sind anlegbar
- Keine native Unterstützung von Smartphones außer iOS
- Kaum 3rd Party Apps (fast nur Browser Erweiterungen)

Die Qual der Wahl

Das der Artikel "Kindle und Read Later" heißt fällt meine Wahl auf Instapaper.
Instapaper wurde mehr oder weniger für Kindle gemacht. Dieses ist wohl auch der Grund, warum es einen täglichen Upload der eigenen Liste zum Kindle gibt. Wenn der Schwerpunkt der Selbstorganisation tatsächlich bei einer Read Later Funktion + Kindle liegt ist Instapaper somit für mich die Richtige Wahl.

Read It Later wäre meine Wahl, wenn ich nicht unbedingt auf meinem Kindle meine "Noch zu lesen - Liste" abarbeiten möchte bzw. ich gar kein Kindle besitze. Grandios ist bei Read It Later die Unterstützung unzähliger Apps und Erweiterungen.

Falls Ihr noch Alternativen kennt oder Ergänzungen habt freue ich mich über entsprechende Kommentare.

16.08.2011

Google+ beim 3. Braunschweiger Webmontag


Am 15.08.2011 fand der 3. Braunschweiger Webmontag im Hause LINEAS statt.

Vor 45 Gästen und 16 Livestream-Teilnehmern gab es vier spannende Beiträge:
  • Licht und Bühnentechnik (Christian Dieckhoff)
  • Coding Kata in Scala (Jens Schauder)
  • Windows Phone 7 Mango (Live Demo) (Marc Biebusch)
  • Eine kleine Einführung in Google+ (von mir)
Mein Anliegen war es mit meinem Vortrag einen kleinen Überblick zu Google+ zu geben (ein paar Zahlen, Fakten und Spekulationen) sowie im Anschluss eine Diskussion zu den Themen Nutzen, Datenschutz und die Zukunft von Google+ anzuregen.

Die Prezi-Präsentation könnt Ihr hier nochmals durchklicken:


Sobald Christian das Video zu meiner Session hoch geladen hat werde ich es hier noch mal verlinken.

Reminder: Am 31.10.2011 findet der 4. Braunschweiger Webmontag statt. Wir würden uns über Euren Besuch und Eure Beiträge freuen.

01.07.2011

RSS Feeds auf dem Kindle lesen


Nach meinem ersten Artikel zum Amazon Kindle möchte ich von meinen Erfahrungen berichten, wie sich Newsfeeds (RSS) und einzelne Webseiten auf das Kindle senden lassen.

Derzeit favorisiere ich zwei Lösungen zur Übermittlung von Feeds auf das Kindle. Die Software calibre und den Webdienst kindlefeeder.com vorstellen.

calibre 

calibre ist ein Programm welches die eigenen E-Books verwaltet und mit dem Kindle (oder anderen E-Book-Readern) synchronisieren kann. Es lassen sich Bibliotheken anlegen, man kann seine Bücher zwischen gängigen Formaten konvertiert und erstellt eigene E-Books aus z.B. Webseiten oder RSS-Feeds (+ ganz viel mehr). Die Software läuft unter Windows, Linux, OSX sowie als portable Version vom USB-Stick.
An dieser Stelle zentriert sich mein Blick auf die Funktion, sich RSS-Feeds auf das Kindle synchronisieren zu lassen. Dieses ist recht einfach und schnell konfiguriert. Derzeit kann man auf 63 vorkonfigurierte, deutschsprachige RSS-Feeds zurückgreifen. Jedoch lassen sich natürlich auch weitere individuelle Feeds frei konfigurieren und abrufen. Dieses geschieht über eine Eingabemaske für die URL des gewünschten Feeds oder lässt sich hoch komplex über sogenannte "User Recipes" mit Hilfe eines Python Scripts konfigurieren. Diese Skripte sind in der Lage z.B. ausschließlich die Druckversionen einer Webseite zu übertrage oder die Footer von RSS-Feeds vorher auszuschneiden. Somit kann man sich seinen eigenen Feed/Webseite optimiert an das Kindle senden lassen (via Kindle Emailadresse). Eine ausführliche Anleitung zu den User Recipes findet Ihr hier.
Durch die sehr individuellen Konfigurationsmöglichkeiten lässt unter anderem auch der eigene Instapaper 
Account abfragen. Zu diesem Dienst und weiteren ReadItLater-Diensten gehe ich aber in meinem nächsten Blogartikel ein.
Jetzt eine Einschränkung, welche calibre für mich nicht wirklich zur ersten Wahl werden lässt. Für die Synchronisation muss die Software im Hintergrund laufen. Eigentlich logisch. Aber was ist, wenn ich auf Reisen bin? Nichts...dann gibt es keine Feeds :-)

calibre: Konfiguration der Feeds
calibre: Heise Feed

calibre: Inhaltsverzeichnis des Heise Feeds




kindlefeeder.com
kindlefeeder.com ist ein Webdienst, welche RSS-Feeds (und auch Webseiten) aggregiert und an das Kindle senden (via Kindle Emailadresse). Auch bei kindlefeeder.com lassen sich bereits vorkonfigurierte Feeds abonnieren oder eigene Webseiten und RSS-Feeds können individuell abonniert werden.
Der Dienst ist in der Basis Version kostenlos. Wer sich jedoch mehr als 12 Feeds und 3 Webseiten (via Bookmarklet) an sein Kindle senden lassen möchte, muss hierfür 19,95$ für ein Jahr zahlen (PayPal). Mit dem Premium Account lassen sich die Feeds nicht nur, wie in der Basis Version auf Knopfdruck übermitteln, sondern auch zeitgesteuert (max. 2mal am Tag).
Ein Nachteil des kindlefeeder.com ist, dass keine Bilder in den RSS-Feeds eingebettet mit übertragen werden. Auch nicht in der Premium Version.

kindlefeeder.com: Aggregierter Tages-Feed 


kindlefeeder.com: Inhaltsübersicht des Tages-Feeds

Fazit

calibre ist ein sehr mächtiges Programm mit schier unendlichen Möglichkeiten sich seinen persönlichen „Output“ zu konfigurieren. Wer diese Komplexität nicht braucht kann auch mit sehr einfachen Schritten seine RSS-Feeds abonnieren und an das Kindle senden. Sehr schön ist dann auch der aufbereitete Feed auf dem Kindle selbst. Über "View Sections & Articles" lässt sich hier ein Inhaltsverzeichnis zum bequemen Durchlesen der Blogartikel aufrufen. Fehlende Bilder und die Notwendigkeit, dass calibre zumindest zu den geplanten Zeiten im Hintergrund laufen muss vermiesen einem ein wenig den sonst positiven Eindruck.

kindlefeeder.com besticht durch seine grundsätzliche Funktionalität, die für das Kindle aufbereitete Feeds, automatisiert zu versenden – ganz ohne Desktopsoftware. Das Ergebnis auf dem Kindle ist solide – heißt, dass die Formatierung OK, aber nicht perfekt ist. Zum Beispiel werden Absätze, welche zur besseren Lesbarkeit beitragen, gelöscht. Überschriften, Unterüberschriften und der eigentliche Inhalt lassen sich so nur durch die Textformatierung (groß, fett, unterstrichen) unterscheiden. Das kann calibre besser.
Interessant auch, dass calibre jeden Feeds einzeln als Objekt auf dem Kindle abspeichert und nach Übertragung eines Updates des Feeds den alten Feed in die Kategorie „Periodicals: Back Issues“ ablegt. Nicht so kindlefeeder.com, er aggregiert alle Feeds zu einem Objekt und alte Feeds werden nicht verschoben.

calibre:

+ Darstellung/Formatierung
+ Inhaltsverzeichnis/Überblick des Feeds
+ kostenlos und Open Source
- Fat Client der laufen muss

Kindlefeeder:

+ Webdienst und somit clientunabhängig
+ Kostenlose Basisversion
- Premiumdienst für 19,95$

Ich werde mich so entscheiden:
Für den alltäglichen Gebrauch werde ich calibre nutzen. Hier bietet sich eine Installation in der Dropbox oder auf dem USB-Stick an, um calibre auch mal während der Arbeit zu starten.
Wenn ich auf Reisen gehen werde ich kindlefeeder.com aktivieren und mir so clientunabhängig die Feeds aggregieren und senden lassen.

Lest Ihr Feeds auf dem Kindle? Nutzt Ihr andere Tools oder Webdienste?
Über Feedback und Alternativen würde ich mich freuen :-)

14.06.2011

Das Kindle

Vor einigen Tage habe ich mich entschlossen mir einen Amazon Kindle zuzulegen.
Grund genug hier erste Erfahrungen und Eindrücke zu schildern.


Für die Kaufentscheidung sind mehrer Anlässe, Begegnungen bzw. Blogartikel verantwortlich. Zum Beispiel:
In der Summe spielte für mich das Angebot an eBooks, das Display, das Gewicht, die Akkulaufzeit und der Preis ein Rolle. Das Amazon Kindle war hier für mich die erste Wahl. 

Amazon bietet zwei Varianten des Kindle an.

Das Kindle 3G* (gratis 3G + WiFi) für 189€  und das Kindle* (WiFi) für 139€.

Für mich war schnell klar, dass ich nicht noch ein Gerät mit SIM Karte brauche, da mein HTC Desire (Oxygen ROM) mir via WiFi einen GSM-Hotspot bietet. Zumal sich das "gratis" der Kindle 3G-Version auch nur auf die Datenverbindung zum Kauf von Büchern bzw. zum Abgleich der Kindle-Bibliothek (Lesestände, Bookmarks, etc.) über die Amazons Whispersync-Technologie bezieht. Das senden von eignen Dokumenten an das Kindle via persönlicher Kindle-Emailadresse schlägt mit 0,25€ je MB zu Buche (das Versenden von ZIP-Dateien sowie die Begrenzung der max. monatlichen Gebühr ist jedoch möglich).

Tatsächlich bin ich bis jetzt sehr begeistert. Insbesondere das Display ist grandios. Es bietet seinem Leser ein sehr klares und gut zu lesendes Schriftbild. Das Format (19 cm x 12,3 cm x 8,5 mm) ist aus meiner Sicht perfekt und in Kombination mit dem geringen Gewicht (247 Gramm) eignet sich das gute Stück auch für die tägliche Mitnahme (Job, Freizeit, Artzbesuche, etc.).

Die vom Kindle unterstützten Format sind wie folgt angegeben:
Kindle (AZW), TXT, PDF, Audible (Audible Enhanced (AA, AAX)), MP3, ungeschützte MOBI, PRC nativ; HTML, DOC, JPEG, GIF, PNG, BMP nach Konvertierung

Die bisher beste Formatierung baten jedoch noch kurzen Tests nur die bei Amazon gekauften Bücher. Die PDF Umwandlng via @kindle.com Emailadresse oder freie Bücher MOBI Format gefielen mir bisher nicht. Aber hier werde ich noch ein wenig forschen :-)

Soweit mein erster Eindruck.

Was kommt noch?
- Die Frage nach dem Zubehör
- Verwalten von Buchsammlungen via Calibre
- Read Later: Webseiten zum Weiterlesen via Browser an das Kindle senden
- Quellen für eBooks
- ...

Für Feedback, Ideen, Links oder ähnliches bin ich dankbar!

*Affiliate-Link

08.11.2010

Das BarCamp Braunschweig 2010


2009 konnte ich das erste, in Braunschweig organisierte, BarCamp nur aus der Ferne (über Twitter & Co.) beobachten. Selbst damals nahm ich bereits schnell über das Netz Kontakt zu einigen Teilnehmern/Organisatoren auf. Dieses Jahr durfte ich dann alle auch mal in Persona erleben.

Ein wenig nervös war ich schon bevor ich das Haus der Wissenschaft in Braunschweig betrat. Bepackt mit einem Aufsteller meiner Firma (Sponsor) und Kaffeemaschine hab ich schnell meinen bis dahin einzigen RealLife-Kontakt des BarCamps @erlebnischris gefunden. Ein paar Blicke auf mein Namenschild mit meinem Twitternamen (@emazi) und ein paar "Aha"- und "Ach Du"-Effekte später stand ich bereits mit einem Kaltgetränk bewaffnet und im Gespräch vertieft mitten drin. Danke für die tolle Aufnahme :-)

Hut ab vor dem Orga-Team!
Super hergerichtete Räume, Beschilderungen, Stellwände, Tische, Stühle, Technik, Getränke (was das Herz begehrt), ein grandioses Essen (vom VitaminReich Braunschweig inkl. der Spende der Essensreste an die Bahnhofsmission Braunschweig), das ganze Sponsoring (T-Shirts, Wundertüten, Software, Hardware, Kaffee!, ...) und vieles, vieles mehr. DANKE!

Ich bin begeistert über tollen Session Themen. Hier standen nicht nur Web 2.0 oder IT-Themen zur Wahl. Eines der Highlights war für mich die Session des Sponsors Starbucks. Es wurde Kaffee verkostet inkl. Kuchen. Es gab auch lebhafte Diskussionen zum Thema wie und/oder ob Social Media im B2B-Umfeld eingesetzt wird oder eingesetzt werden kann. Themen wie "Innovative Gastro" oder "Vegetarisches/Veganes Backen & Kochen" waren auch Teil des BarCamp Braunschweig.

Ein sehr schönes (persönliches) Ende fand die Veranstaltung in der Session von Ricardo (@ricaholic) mit dem Namen "Was Twitter mit meinem Gehirn machte!?". Es ergab sich für mich eine Art Abschluss-Diskussion zum Thema Umgang und Leben mit Social Media. "Sind wir alle süchtig?", "Wie produktiv bin ich mit Social Media im Alltag?", "Welche Strategien wende ich an um noch produktiv zu sein?".... das war wirklich klasse und ich würde mich freuen, wenn Ricardo das Thema auch nächstes Jahr neu auflegt :-)

Ich freue mich schon sehr auf das nächste Jahr und meine Teilnahme am BarCamp 2011 in Braunschweig. Gern auch als Speaker und im Orga-Team. Das kann man nur unterstützen.

Was macht man in der Zwischenzeit? Christian Cordes (@erlebnischris) hatte die Idee geboren einen WebMontag, wie er in Hannover veranstaltet wird, auch in Braunschweig mitzuorganisieren. Da werde ich mich auf jeden Fall als erstes beteiligen. Mehr hierzu hoffentlich in Kürze.

Infos zum BarCamp Braunschweig findet Ihr unter http://www.barcamp-braunschweig.de.

15.08.2010

Die Handy-Blogparade

Gilly hat in seinem Blog ein kleine (aber lohnenswerte) Blogparade losgetreten.
Ein HTC Wildfire wurde als Gewinn für die Teilnahme ausgepriesen. Da mach ich doch gern mit :-)
Also, starten wir mal mit den Antworten zu Gillys Fragen:


  • Von welchem Hersteller ist dein Handy?
    • HTC
  • Welches Modell?
    • Desire
  • Bist du zufrieden mit deinem Handy?
    • Absolut! Das Desire entspricht meinen (privaten) Ansprüchen an einem SmartPhone im vollen Umfang. Ich bin überrascht und beeindruckt wie viel Freiraum mit das Gerät bietet und wie flüssig die Darstellung gelingt. Klasse!
  • Welches Handy hättest du gerne, wenn du dir ein Gerät aussuchen könntest?
    • HTC EVO. Leider wird es dieses wohl nicht für den deutschen Markt geben. Meine zweite Wahl wäre dann wohl der Desire Nachfolger (der nach dem Desire HD).
  • Prepaid oder Vertrag?
    • Vertrag. Ich habe die Möglichkeit in einem günstigen Rahmvertrag bei T-Mobile zu sein.
  • Hast du einen Datentarif?
    • Ja. Die Option heißt web'n'walk HandyFlat.
  • Ein Bild von deinem Handy?

 Soweit zu meinen Infos und zu meiner Teilnahme. Ich bin mal gespannt, wer noch alles mitmacht :-)
 

08.08.2010

Wie nutze ich Android APP2SD bzw. APP2SD+ (und was ist das überhaupt?)


Worum geht's?
Nach dem ich mir ein HTC Desire gekauft habe, stellte ich fest, dass ich schnell an die mir "auferzwungenen" (Android 2.1) ROM-Speichergrenzen (512 MB) gerate.
Ich habe das Gerät fix gerootet (unrevoked) und mir OpenDesire, als ROM meiner Wahl, installiert. Voller Freude verschob ich alle Apps nach einander auf die SDCard...mein Speicher war wieder frei. Soweit alles gut, fast alles gut.
Sobald ich das Desire an einen USB Port steckte, und ich das Gerät als USB-Massenspeicher aktivierte, kam eine Warnmeldung, dass alle auf der SDCard installierten Apps jetzt deaktiviert werden. Genau das passierte dann auch. Nahezu alle Anwendungen waren nun aus der App-Übersicht verschwunden. Das deaktivieren der SDCard als Massenspeicher hat die Apps auch nicht selbständig wieder zum Laufen gebracht. Hier half nur ein Neustart des SmartPhones.
Damit wollte ich nicht leben.

APP2SD und APP2SD+ Support
OpenDesire unterstützt in den aktuellen Versionen APP2SD als auch APP2SD+. Ich dachte, hiermit sei die Funktion des händischen Verschieben der Apps das dem ROM auf die SDCard gemeint.
Und hier unterlag ich dem klassischem RTFM-Syndrom (Informatiker brauchen so etwas nicht!)  :-)

Also an dieser Stelle ein kurzer Überblick über die verschiedenen APP2SD-Versionen und Funktionen:

Froyo APP2SD
  • Benötigt keine Ext3-Partition auf der SDCard
  • Es können nicht alle Programme auf die SDCard verschoben werden
  • Es können keine Widgets dort hin installiert werden
  • Der System Cache wird nicht auf die SDCard ausgelagert

APP2SD
  • Benötigt eine Ext3-Partition auf der SDCard
  • Es werden alle Programme auf die SDCard installiert (nicht verschoben)
    (Einzige Ausnaheme sind einige Apps, die über einen File-Explorer installiert werden)
  • Der System Cache wird nicht auf die SDCard ausgelagert
  • APP2SD simuliert dem System einen internen Speicher vor
APP2SD+
  • Benötigt eine Ext3-Partition
  • Es werden alle Programme auf die SDCard installiert (nicht verschoben)
    (Einzige Ausnaheme sind einige Apps, die über einen File-Explorer installiert werden)
  • Es wird auch der Dalvik Cache ausgelagert
    (Dalvik ist eine Java-basierte virtuelle Maschine, die die Grundlagen für den Betrieb der Apps bildet)

Was muss ich jetzt tun?
Bei mir "funktionierte" APP2SD nicht, weil ich die Apps unter Einstellungen -> Anwendungen -> Anwendungen verwalten händisch auf die SDCard verschoben hatte UND weil ich meine SDCard nicht mit einer EXT2 Partition versehen hatte. Somit nutzte ich unbemerkt nur die Froyo APP2SD Funktionen.

Step1
Also habe ich erst mal die SDCard auf meinem PC gesichert (Kopie) und anschließend mit dem App "ROM Manger" meine SDCard partitioniert. EXT3 Partition 512MB, kein SWAP 0 MB, Rest FAT32.

Step 2
OpenDesire (oder andere ROMs mit APP2SD-Support Deiner Wahl) können ausschließlich die EXT3 Partition nutzen, wenn VOR dem Einspielen des ROMs bereits eine SDCard mit EXT3 Partition vorhanden ist. Also habe ich in diesem Fall einen vollständigen Wipe (Recovery Modus) des Desires durchgeführt und anschließend die aktuelle OpenDesire Version inkl. Patch neu eingespielt.



Erst jetzt konnte APP2SD bzw. APP2SD+ seine Features ausspielen.

Alle APPs werden jetzt direkt in den Speicher (EXT3 Partition der SDCard) geschrieben. Der ROM-Speicher meines Desires bleicht nahezu unberührt.

Falls Ihr Fragen, Ergänzugen oder Korrekturvorschläge habt immer her damit.

Ein schöner Gruß und viel Erfolg!

02.08.2010

Lang ist's her...

..., dass ich ich einen Blogbeitrag erstellt habe.

Wie kommt's?
Ich glaube, dass mich das Twitter-Virus soweit gebracht hat.
Zuerst wollte ich mich gar nicht damit beschäftigen. Der Sinn von Twitter erschloss sich mir nicht.
Es dauerte aber nicht lange, da erkannte ich für mich einen Weg mit Twitter noch direkter, schneller und einfacher (auch mobil) Wissen, Neuigkeiten und Meinungen zu "publizieren". Die Möglichkeit über meinen BlackBerry (jetzt dem Desire) nicht nur zu posten, sondern auch das Feedback kurzfristig zu lesen und wieder zu antworten.
Das Blog erschien mir, zumindest für diesen Zeitraum, als überflüssig.

Und nun?
Nun, juckt es mich in der Fingern. Der Wunsch nach mehr Inhalt (!) ist wieder gewachsen.
Angesteckt durch für mich neu endeckte Blogs. Mir erscheint die Anzahl der Blog-Leser gar nicht mehr so relevant. Ein Großteil der Twitter-Follower besteht wahrscheinlich aus Marketing und Fake-Accounts. Und an dem Spiel "Ich folge Dir, wenn Du mir folgst" habe ich noch teilgenommen.

Der Mix macht's!
Ich glaube, es gibt Themen, ob technischer oder philosophischer Natur, über die man besser im Blog berichtet/diskutiert. Jedoch gibt aber auch Infos, News, Meinungen, die eine schnelle Verbreitung oder Feedback benötigen. Hierfür bietet sich Twitter bestens an.
Somit ist der Mix aus diesen beiden Medien mein goldender Weg.

Und Facebook?
Facebook habe ich bisher immer nur als private Social Networking Plattform gesehen. Viele Unternehmen und Blogger nutzen Facebook als Businessplattform. Diese Entwicklung ist sicherlich zu beobachten, jedoch für mich noch weit weg. Ein klare Trennung ist für mich wichtig.

XING/LinkedIn, Facebook, Twitter, Blog und Buzz haben für mich derzeit noch jeder für sich Ihre spezielle Aufgabe/Rolle.

Wie geht es weiter?
Ich werde einige Themen, die ich bisher nur gesammelt habe, in meinem Blog veröffentlichen. Sicherlich viele Themen zur mobilen Kommunikation, aber auch allgemeine IT basierte Themen. Dieses sei meinem Beruf geschuldet.
Vielleicht werde ich auch zu Themen der Kommunikation im Allgemeinen berichten. Hier liegt ja der Schwerpunkt meines Nebenberufs als Mediator.

Ich freu mich jedenfalls, dass es weiter geht.

16.03.2009

Die Geschichte von RIM und dem BlackBerry (Teil 3)

So, nun der dritte und wohl vorletze Teil der Geschichte RIMs auf den Seiten von BerryReview.
Teil 1 hier und Teil 2 hier.

Der dritte Teil widment sich der Geschichte von 2003-2005 mit dem Titel "Die Evolution der Farben".
Es startet mit dem noch zweifarbigen BlackBerry 6210 (mit welchem auch ich angefangen habe)

und endet mit dem BlackBerry 7130
 
Viel Spaß beim Lesen,
Euer Matze

08.03.2009

Music-Flash am Sonntag

Gott, mich hat es eben voll erwischt. Da musste ich erst mal ein paar Tweets loswerden...um den Druck zu mindern :-)

Endlich mal wieder innovative Musik. Nerdcore ist schuld an allem!

Habe den Blog Testspiel.de gefunden:
Ausgewählte Funk & Soul und Hip-Hop Musik, gespickt mit anderen Stilen. Web 2.0, Dies und Das aus Hamburg.

Okay und hier drei konkreten Gründe meiner Extase:





Wünsche einen fröhlichen Sonntag!!
Matze

04.03.2009

Besuch der CeBIT2009 in Hannover

Ahoi zusammen,

heute haben es Henry und ich es uns nicht nehmen lassen die CeBIT zu besuchen. Nach dem Henry noch morgens in der Firma schnell ein paar Patches und MRs für den BlackBerry Enterprise Server eingespielt hatte :-) und der Office Communication Server wieder über die BlackBerrys erreichbar war ging es mit Sonne im Rücken Richtung Hannover.

Auf dem Terminplan stand zuerst Arcor/Vodafone wo wir klasse aufgenommen wurden und mit guten Gesprächen und einem Frühstück im Bauch unsere Kollegen auf dem RIM Stand (Halle 26 Stand C32) besucht haben. LINEAS zeigt hier das proaktive Monitoring Tool ZENPRISE für BlackBerry und Exchange Infrastrukturen. Danach zum nächsten Stand von LINEAS bei Tobit (Halle 6 Stand G16) wo wir ebenfalls eine Lösung für BlackBerry anbieten. LINEAS OnTheMove bietet Tobit Kunden die Möglichkeit PIM Synchronisation zwischen Ihrem David.zehn! und den BlackBerry Endgeräten.

So, nun endlich auf zu Microsoft. Wir haben erst mal Marc Grote ausfindig gemacht, der fleißig Neugierige informierte. Henry und ich haben die Wartezeit genutzt und uns Microsoft Surface anzugucken. Es wäre der perfekt Wohnzimmertisch, aber mein Schatz meinte gleich, dass das wohl nicht so die tolle Idee sein :-( Ok, nach einer kurzen aber guten Beratung über die neuen Microsoft Online Service Produkte haben wir dann von Marc eine wunderbare Einfügung in die Microsoft Forefront Security Family bekommen. Danke an dieser Stelle für die Zeit und den Spaß. Zum Ende gab es noch ein wenig Klönschnack vor der Halle. Marc berichtet darüber auf seinem Blog inkl. Bildbeweis:

Henry und ich sind dann noch zu den Ständen von APC und Euromicron. Infos, Infos, Infos.
Irgenwie war der Tag dann doch schneller rum als gedacht. Wir haben uns dann, mit Sonne im Gesicht, wieder auf den Weg nach Braunschweig gemacht.

Jetzt muss ich erst mal meine müden Beine entspannen :-)

Euer,
Matze

28.02.2009

Endlich Vögel - sogar als Video!

Wie ich bereits hier berichtete besuchen nun endlich Kohl- und Blaumeisen mein Vogelfutterhäuschen.
Über meine BirdCam lässt sich das auch wunderbar beobachten.

Standbilder sind (als Beweis) zwar ganz schön, aber so ein Video ist auch klasse:


Kohlmeise (Parus major)

Schön, dass man jetzt zum Feierabend auch mal gucken kann, was tagsüber so alles los war.


Tipp: So zwischen 7:30Uhr und 8:00Uhr kommen fast immer die kleinen gefiederten Freunde.

Viel Spaß beim Beobachten,
Euer Matze

22.02.2009

Was braucht mein neuer BlackBerry? (Teil 2)

Und weiter geht`s:

Im ersten Teil bin ich kurz auf diverse Messenger eingegangen mit denen man mobil Kontakt zu seinen Freunden und Verwandten halten kann.

Heute geht`s um ein zweites Highlight ohne welches neue Smartphone kaum noch auskommen

Ohne integriertem GPS-Receiver wäre ein BlackBerry (für mich) nur halb so nützlich :-)
In den aktuellen BlackBerrys sind GPS-Chips des koreanischen Unternehmens SiRF eingebaut.


Nun stellt sich die Frage, was kann man alles mit dem Dienst GPS und seinem BlackBerry tun?
  • BlackBerry Maps
    Von RIM selbst wird auf den Endgeräten die Anwendung BlackBerry Maps mitgeleifert.
    Die recht einfach gehaltene Karte bettet sich in fast alle BB-Anwendungen ein:
    • Sende Karte via Mail
    • Zeigt Karten von Kontaktadressen
    • Starten der Karte aus anderen Anwendungen
    • LBS: Lokale Suche von z.B. Restaurants etc. im von mir definierten Umkreis
    • Navigation

  • Google Maps
    Google Maps kann man z.B. über Google Mobile App herunter laden oder direkt OTA über http://m.google.com/gmm.
    Eine Ortung über das GPRS Signal findet automatisch statt, falls mal kein GPS-Empfang möglich ist. Hier kann man Wechseln zwischen einer Karte- und Satellitenkartenansicht. Ganz wie beim großen Bruder der Google Maps.
    Neues Feature ist Google Latitude. Hier hast Du die Möglichkeit Deinen Standort mit Freunden zu teilen (über Google Maps fürs Handy oder iGoogle). Bisher war für solch eine Funktion Drittanbietersoftware nötig.
    • Wechsel zwischen Straßenkarte und Satellitenkarte
    • Zeigt Karte von Kontaktadressen
    • Navigation

  • Nav4All
    Eine kostenlose Navigationssoftware inkl. Sprachausgabe in verschiedenen Sprachen. Diese Software nutzte ich bereits seit Jahren. Erst seit dem ich mein TomTom habe ist sie fast unnötig geworden. Herausragende Lösung. International einsetzbar. Nav4All läd Karten während der Fahrt automatisch nach. Dennoch kommt kaum Datenvolumen zusammen. Wenn man sich auf der Webseite registriert kann man auch noch mehr Features nutzen.

  • Geocaching
    Ja, auch ich bin ab und zu am geocachen. Sicherlich kann ein BlackBerry nur teilweise einem Garmin das Wasser reichen, aber für den Einstieg in Geocaching und wenn man bereits ein GPS fähiges BlackBerry besitzt, was liegt da näher?
    Über Geocaching.com bin ich zu der Software Geocache Navigator von Trimble gestoßen. Diese Softwarekostet zwar 40$ ist aber ihr Geld wert:
    • Zeigt Caches in Deiner Umgebung
    • Zeit die Beschreibung inkl. Hint der Caches
    • Caches sind vor Ort als gefunden o. verloren markierbar
    • Inkl. digitalem Kompass & Karte
    • Die Caches lassen sich hinterger über die Webseite Deinem Profil zuordnen

  • GPSed
    Mit GPSed können gefahrende, gewanderte, gelaufene Wege getrackt werden und automatisch, oder manuell, auf die Webseiten von GPSed.com hochgeladen werden. Über die Tracks lassen sich Informationen ermitteln wie Durchschnittsgeschwindigkeit, Höhenprofil oder Gesamtstrecke. Die Tracks lassen sich freigeben oder auf Facebook, Blogger.com etc. weiterverlinken. Wer mag, kann auch noch Bilder zur Strecke hochladen. Das Programm ist kostenlos und hier herunterladbar.

    So, das war ein wirklich nur kleiner Ausschnitt über mögliche GPS-Software für den BlackBerry. Es
    gibt natürlich noch viel mehr. Ein guter Anlaufpunkt für weitere Recherchen wäre hier der Thread "Navig@tor`s Software-Updater" aus dem deutschprachigem BlackBerry Forum.

    Nun viel Spaß beim probieren :-)

    Ein schöner Gruß,
    Euer Matze

Die Geschichte von RIM und dem BlackBerry (Teil 2)

Ahoi und schönen Sonntag zusammen.

Wie bereits vor kurzem hier berichtet steht nun der zweite Teil der Geschichte RIMs auf den Seiten von BerryReview.com.



Viel Spaß beim Lesen und staunen.

Euer,
Matze

18.02.2009

Was braucht mein neuer BlackBerry? (Teil 1)

Diese Frage stellt mir unlängst mein bester Freund, stolzer Besitzer eines BlackBerry Curve 8900 und somit BlackBerry Newbie (sorry :-) ).

Ich möchte mit dieser Artikelreihe meinen persönlichen Tipp für meine BlackBerry-Standardsoftware dokumentieren. Teil1 beschäftigt sich ausschließlich mit Messaging und Sozialenplattformen. Die Software lässt sich größtenteils OTA (Over The Air) direkt mit dem BlackBerry Browser herunter laden. Andernfalls hilft nur noch der BlackBerry Desktop Manager.


Messaging

Über die Standard Startseite Deines BBs kommst Du zum Downloadbereich "IM & Soziale Netzwerke". Hier findest Du bereits eine breite Palette an Messengern:
Alternativ zu einem Teil der oben genannten Einzelclients gibt es auch, ähnlich wie Trillian, Anwendungen, die mehrere Messangernetze/clients vereinen:  IM+ All-in-One Mobile Messenger oder BeejiveIM.

Skype ist da noch ein Problem Ausnahme. Skype selbst bietet keine Software für den BlackBerry. Third Party Anwendungen gibt es jedoch: Neben der freien Software iSkoot gibt es noch IM+ for Skype. Letzterer Client ist meines Erachtens der besser, kostet jedoch auch  29,95$.

Twittern lässt sich natürlich auch mobil z.B. mit TwitterBerry.

Die Sozialennetzwerke-Clients:
Soweit mein erster Überblick. Jetzt liegt die Wahl natürlich beim Benutzer. Welches Messengernetzwerk nutzt er bereits mit Freunden, Bekannten und Verwandten? Entsprechend kann er sich, zum großen Teil kostenlos, ausstatten.

Zu bedenken sei hier nur noch der aufkommende Datenvolumen. Die meisten Messenger laufen im Hintergrund und halten die Verbindung. Das Datenaufkommen ist gering, sollte jedoch nicht vergessen werden. Gerade wenn man im Ausland unterwegs ist :-)

Ein schöner Gruß,
Matze